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2. Aufzug

Die Prüfungen

Um in den Tempel der Weisheit aufgenommen zu werden, müssen die Fremdlinge und auch Pamina aber noch eine Reihe von Prüfungen bestehen, an deren Ende sie in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen werden. Tamino und Papageno werden gefragt, ob sie unter Einsatz ihres Lebens gewillt sind, die Prüfungen anzugehen. Der ängstliche Papageno willigt erst ein, als ihm ein hübsches Weibchen versprochen wird, das ganz seinem Äußeren entspricht. Beide erhalten die Auflage, ihre Frauen zwar sehen, aber nicht mit ihnen
sprechen zu dürfen. Plötzlich erscheinen unter Blitz und Donner die drei Damen der Königin der Nacht und verkünden den beiden Prüflingen ihren baldigen Tod. Unter dieser Prophezeiung beginnt der wenig standhafte Papageno zu reden und erst ein Donnerschlag, bei dem die drei Damen durch Priester des Tempels vertrieben werden, lässt ihn verstummen. Währenddessen erscheint die Königin der Nacht ihrer Tochter Pamina und fordert von ihr, Sarastro mit einem Dolch zu töten; anderenfalls sei sie nicht länger ihre Tochter. Monostratos hat diese Szene versteckt mitangesehen und versucht nun, Pamina zu erpressen.

Wissenswertes Aus der Kaufrausch Info-Bibliothek.

Die Wahl

Er stellt sie vor die Wahl, ihm zu Willen zu sein oder alles Sarastro zu verraten. Als er Gewalt anwenden will, tritt Sarastro dazwischen und verjagt den Mohren, der sein Glück nun bei der Königin der Nacht sucht. Pamina bittet für ihre Mutter mit dem Hinweis, dass man Rache in diesen heiligen Hallen nicht kenne. Tamino und Papageno werden unterdessen in einen Tempel geführt, wo weiterhin das Schweigegelübde für sie gilt, bis eine Posaune ertönt. Es erscheint ein altes hässliches Weib, das Papageno einen Becher Wasser bringt und auf seine Frage behauptet, sie sei erst 18 Jahre alt und habe einen Liebhaber namens Papageno. Als dieser interessiert nach ihrem Namen fragt, ertönt ein lauter Donner und die unbekannte Alte verschwindet. Die drei Knaben erscheinen und geben den Männern ihre Zauberinstrumente, die Flöte und das Glockenspiel zurück, die ihnen zuvor abgenommen worden waren. Als Tamino auf seiner Flöte bläst, erscheint Pamina. Als diese aber auf ihre Liebesbezeugungen nur Schweigen erntet, zieht sie sich zu Tode betrübt in der Annahme zurück, dass Tamino sie nicht mehr liebe. Als Sarastro sie zu sich rufen lässt, um Tamino noch ein letztes Lebewohl zu sagen, ist sie vollends verzweifelt. Papageno ist unterdessen wegen seiner ständigen Plaudereien von Tamino getrennt worden und befindet sich zur Strafe in einem dunklen Gewölbe. Dort gesteht er, dass er gar nicht die Ambition habe, in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen zu werden. Ein gutes Glas Wein und ein nettes Weibchen sind seine einzigen Wünsche.

Papagena

Da erscheint wieder die Alte und verwandelt sich in ein junges hübsches Vogelweibchen mit dem Namen Papagena. Doch noch bevor er sie in die Arme schließen kann, wird Papagena von einem Priester weggeführt. Die unglückliche Pamina will sich das Leben nehmen. Doch die drei Knaben vereiteln diese Tat, versichern der Prinzessin, dass Tamino sie noch liebe, und führen Pamina zu ihm. Auch Papageno will nicht länger leben, nachdem er durch sein Verhalten Papagena endgültig verloren glaubt. Die drei Knaben verhindern auch hier das Vorhaben und führen das Paar zusammen, dem allerdings die höheren Weihen versagt bleiben. Tamino und Pamina müssen nun gemeinsam noch die letzten Prüfungen bestehen. Sie durchschreiten zusammen Feuer und Wasser und werden feierlich von den Priestern des Sonnentempels empfangen, wo sie von Sarastro in den Kreis aufgenommen werden. Als die Königin der Nacht, ihre Damen und Monostratos in den Tempel eindringen, um Sarastro zu vernichten, werden sie unter Blitz und Donner in die ewige Dunkelheit verbannt. Das glückliche Paar zieht mit den Priestern gemeinsam in den Tempel ein.


1. Aufzug
Wolfgang Amadeus Mozart