|
Georg Philipp Telemann (geb. 14.3.1681 in Magdeburg, gest. 25.6.1767 in Hamburg) gehört zu den vielseitigsten und produktivsten Musikern des 18. Jahrhunderts. Es gibt kaum eine musikalische Gattung, zu der er nicht Kompositionen beigetragen hätte. An die 40 Opern gehören dazu, etwa 1.500 Kirchenkantaten, 46 Passionen, weit über 100 Orchestersuiten, ebenfalls an die 100 Solokonzerte, dazu unzählige kammermusikalische Werke.
Diese Bandbreite erklärt sich durch die starke Stellung und das breite Aufgabenspektrum Telemanns. Seit 1721 hatte er die Position des Musikdirektors und Kantors Hamburgs inne und damit eine der attraktivsten Stellen, die ein Musiker zu jener Zeit innehaben konnte. Telemann war zuständig für die Kirchenmusik der 5 Hauptkirchen Hamburgs, zugleich aber auch verantwortlich für das weltliche Musikleben der Hansestadt. Dies bedeutete u.a., dass er für jeden Sonntag 2 Kantaten schreiben musste und dazu Musiken zu allen festlichen Anlässen der Hamburger Bürgerschaft. Überdies wurde von ihm als Direktor der Hamburger Oper auch noch die Komposition von Bühnenwerken erwartet.
Die nur in einer Abschrift überlieferte Sonate d-moll für Flöte, Oboe und B.c. gehört zu den zahlreichen reizvollen Kammermusikwerken Telemanns. Der Rückgriff auf Volkstanzrhythmen und die Form des französischen Rondeaus könnten darauf hinweisen, dass sie schon in der Eisenacher Zeit Telemanns entstanden ist. Eine genaue Datierung ist wegen fehlender Quellenbelege leider nicht möglich.
Musik von Telemann finden Sie auf der CD Kammermusik des Barock. |
 |
Wissenswertes Aus der Kaufrausch Info-Bibliothek.
|
|